Aktuelle Projekte: Timelapse Esslingen

Müsste ich die letzten Tage in einem Wort zusammenfassen, wäre es wohl „Dauerfeuer“. Das Thema Zeitraffer fasziniert mich schon geraume Zeit, doch aus irgendeinem Grund konnte ich mich nie wirklich in die Materie einarbeiten. Die Ergebnisse waren in Ordnung, aber lange nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Der Zeitaufwand war zunächst der ausschlaggebende Faktor, gerade bei nächtlichen Aufnahmen. Da kommen gerne mal zwei, drei oder mehr Stunden für ein Motiv zusammen. Hinzu kommt, dass auch etwas passieren muss. Der besondere Charme einer Zeitrafferaufnahme ist gleichzeitig ihr elementarer Bestandteil – sie haucht dem Fotomotiv Leben ein. Seien es Menschen, Autos, Wolken, Wasser, Tiere, die Sonne oder Sterne.

Auf der Suche nach geeigneten Motiven habe ich schnell gemerkt, dass nicht jedes interessante Fotomotiv auch gleichzeitig für Zeitrafferaufnahmen geeignet ist. Zumindest nicht ohne genaue vorherige Planung. Um die Spiegelungen an Glasfassaden oder auf dem Wasser einzufangen, muss der Sonnenstand stimmen. Um eine belebte Innenstadt zu portraitieren, ist das Wochenende besser geeignet. Andererseits bieten sich die Werktage für Aufnahmen am Bahnhof oder anderen Verkehrsknotenpunkten an.

Auf der Suche nach geeigneten Motiven nehme ich das Fahrrad. So bin ich flexibel, kann jederzeit anhalten und auch die Fußgängerzonen unsicher machen. Mit der Kamera mache ich einige Schnappschüsse und notiere mir kurz die wichtigsten Einflussfaktoren. Mit den gesammelten Infos kann ich die jeweiligen Touren planen und so die Zeit effektiver nutzen.

Im Moment taste ich mich Stück für Stück voran und versuche, so viele Aufnahmen wie möglich zu machen. Ich möchte ein Gefühl dafür bekommen, wie einzelne Einstellungen wirken und welchen Einfluss sie auf die Gesamtkomposition nehmen können. Dabei gibt es immer einen gewissen Prozentsatz an „unbrauchbarem“ Material. Manches passt einfach nicht in das Konzept oder ist seitens der Bildkomposition schlichtweg nicht schön. Anbei ein Clip, bei dem der Ausschnitt nicht schön ist, aber eigentlich bereits eine gewisse Stimmung besitzt. Hier würde sich ein anderer Blickwinkel oder ein Brennweitenwechsel positiv auswirken.

Ich werde versuchen, wenigstens einmal die Woche meinen Fortschritt im Blog niederzuschreiben. Natürlich auch mit Beispielen aus der Praxis. Gleiches gilt für die Facebookseite. Viel Spass!

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About the author: Max Seitner